Asthma: Frühchen besonders oft betroffen

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Frühchen leiden offensichtlich deutlich öfter unter Asthma als andere Neugeborene. Das fanden dänische Wissenschaftler heraus. Allerdings bildet sich das Asthma in vielen Fällen bis zum 30. Lebensjahr wieder komplett zurück.

Die Hauptsymptome für Asthma sind Erschwertes Atmen und Husten-Anfälle. Das tritt bei kleinen Kindern, die als Frühchen zur Welt gekommen sind, deutlich häufiger auf. Das fanden Wissenschaftler im Rahmen einer Studie heraus. Die Forscher haben allerdings auch eine gute Nachricht.

Frühchen erkranken in den ersten Lebensjahren deutlich öfter an Kleinkind-Asthma als andere Neugeborene. Darauf weist der Bundesverband der Pneumologen (BdP) in einer aktuellen Mitteilung hin und beruft sich bei seinen Ausführungen auf eine Studie aus Dänemark. Doch: Das Asthma wächst sich bei Frühchen aber auch in vielen Fällen wieder aus.

Asthma kann sich zurückbilden

Die dänischen Wissenschaftler bestätigten in ihrer aktuellen Untersuchung mit mindestens 1,8 Millionen Teilnehmern bei frühgeborenen Kindern das häufigere Auftreten von asthmatischen Beschwerden in der frühen Kindheit.

Die Wissenschaftler beobachteten allerdings auch, dass sich das Asthma in vielen Fällen bis zum 30. Lebensjahr wieder komplett zurückbildete, so dass sie als Erwachsene nicht mehr häufiger unter Asthma litten als Normalgeborene.

Eindeutige Symptome

Erste Anzeichen für Asthma sind den aktuellen Angaben des BdP zufolge beispielsweise Geräusche beim Ausatmen oder Anfälle mit trockenem Husten.

Asthma ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege mit Überempfindlichkeit. Bei Erkrankten führt Asthma zu anfallweiser Atemnot durch eine Verengung der Atemwege. Die Verengung der Atemwege wird dabei in erster Linie durch vermehrte Sekretion von Schleim, Verkrampfung und Bildung von Ödemen verursacht.

5000 Todesfälle in Deutschland

Asthma beginnt meistens im Kindesalter und ist die häufigste chronische Erkrankung in diesem Lebensabschnitt. In Deutschland sind etwa fünf Prozent der Erwachsenen und 10 Prozent der Kinder von Asthma betroffen. In Deutschland sterben pro Jahr etwa 5000 Personen an Asthma.

Dabei erkranken Frauen öfter an Asthma als Männer. Weder Rauchen noch Smog wirken sich dabei auf die Häufigkeit von Asthma aus. Am häufigsten sind Britten von Asthma betroffen, zumindest in Europa.

Griechen am wenigsten betroffen

Im Durchschnitt leiden 5,9 Prozent der Weltbevölkerung an Asthma. Die Weltrangliste führt Schottland mit 18,4 Prozent an. Gefolgt von England (15,2 Prozent) und Australien (14,7Prozent). Innerhalb Europas leiden die Griechen am wenigsten unter Asthma (1,9 Prozent).

Bei einer Therapie müssen die allergischen Stoffe gemieden werden, zum Beispiel durch einen Berufswechsel oder das Abschaffen von Haustieren die ein Fell haben. Bei Allergien gegen Pollen und Milben kann hingegen eine Hyposensibilisierung helfen.

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Frank Müller

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