Arzt aus Italien will Kopf verpflanzen

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Ein italienischer Arzt möchte in zwei Jahren eine noch nie dagewesene Operation wagen: Er will einen menschlichen Kopf verpflanzen. Dafür muss der Arzt eine Million Nervenstränge richtig verbinden. Fast alle Experten sagen ihm ein Scheitern voraus. Als wäre das nicht genug, muss er auch ein Land finden, wo er die Operation auch durchführen kann. Denn ethischen Hürden sind sehr hoch.

In der modernen Medizin ist heutzutage fast nichts mehr unmöglich. So wurden in der Vergangenheit schon sämtliche Körperteile transplantiert. Wie Herzen, Hände oder Beine. Doch an ein Körperteil hat sich bis jetzt noch kein Arzt herangetraut: Den Kopf, doch dies soll sich jetzt ändern. In genau zwei Jahren soll es soweit sein.

Nur geringe Aussichten auf Erfolg

Über diese Operation scheiden sich verständlicherweise die Geister, die einen halten es für skandalös, andere wiederum für sensationell und erwarten einen Durchbruch in der Medizin. Der italienische Neurochirurg, Sergio Canavero will einem hirntoten Menschen einen neuen Kopf aufsetzen, dessen Körper todkrank ist.

Nach aktuellen Meinungen von anderen Medizinern hätte so eine Operation allerdings nur geringe Aussichten auf einen Erfolg. Canavero sieht dies allerdings anders und er wäre der erste Arzt, der einen Kopf verpflanzt. Ein russischer Informatiker hat sich bereits bereit erklärt, die Operation über sich ergehen zu lassen.

Russe stellt sich zur Verfügung

Der Russe kam mit der Werdning- Hoffmann- Krankheit auf die Welt. Der heute 30 Jahre alte Mann leidet unter starkem Muskelschwund und hofft auf ein neues Leben in einem gesunden Körper, also dem Körper des hirntoten Menschen. Um dies jedoch zu ermöglichen, müsste das Rückenmark der beiden Patienten so verbunden werden, dass der gesunde Körper in der Lage ist, Befehle des neuen Kopfes entgegenzunehmen.

Allerdings muss der Kopf auch die Empfindungen des neuen Körpers registrieren. Dies kann allerdings nur gelingen, wenn etwa eine Millionen Nervenstränge fehlerfrei miteinander verknüpft werden. Doch Experten zufolge ist die Medizin heute noch nicht auf diesem Stand, sonst könnte man auch Gelähmten das Gehen wieder ermöglichen.

Patient soll im Anschluss ins Koma und gefrostet werden

Versuche an Tieren, ihnen einen neuen Kopf zu verpflanzen sind bis heute allesamt gescheitert. Allerdings sind diese Experimente schon viele Jahre her. Der italienische Arzt ist allerdings guter Dinge das die Operation gelingen könnte. Um die Nervenstränge zu verbinden, will der Mediziner eine bestimmt chemische Substanz ins Rückenmark injizieren.

Dabei handelt es sich um Polyethylenglycol. Dem Arzt zufolge soll die Substanz das Zusammenwachsen fördern. Aber das dann wirklich das zusammenwächst, was zusammengehört ist hingegen nicht sicher. Damit sich die neuen Körperteile besser an sich gewöhnen, will der Arzt den behandelten Patienten erst einmal frosten.

Arzt muss geeignetes Land finden

Er will den Patienten für mehrere Wochen ins Koma versetzen und dabei die Körpertemperatur sehr niedrig halten. Wie es im Anschluss weiter geht, darüber kann man nur spekulieren. Der italienische Arzt ist der Meinung, dass der Patient nach dem Aufwachen in der Lage sein dürfte, sich zu bewegen, sein Gesicht zu fühlen und zu sprechen.

Mit Hilfe der Physiotherapie soll er binnen eines Jahres in der Lage sein zu gehen. Kritiker sehen dies allerdings ein wenig anders. Sie sprechen von einem höchst fragwürdigen Unterfangen, dessen Gelingen für sie äußerst fragwürdig ist. Allerdings ist noch unklar in welchem Land die Operation stattfinden soll, die ethischen Hürden sind nicht gerade niedrig.

Über den Autor

Ronny Richert

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